Servicepoint

Herzlich Willkommen im interaktiven Pfarramt der Protestantischen Kirchengemeinde Otterberg

Es gibt die verschiedensten Anlässe, oftmals erfreuliche aber manchmal auch traurig, bei denen man sich an das Pfarramt wendet.Wir haben hier versucht, möglichst umfassende Informationen zu geben, die die Vorbereitung eines Besuches unterstützen können.Hier finden Sie Informationen zu den Themen Taufe, Konfirmation, Kricheneintritt, Trauung, Trauerfall, Seelsorge und Beratung.


Die Taufe

Die biblische Begründung der Taufe steht im Matthäus Evangelium (Kapitel 28, Verse 18 -20). Zur Taufe ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. In unserer Gemeinde finden dazu Taufgottesdienste statt. Diese Termine können beim Pfarramt erfragt werden. Unser Pfarrer wird sich dann kurz vorher nochmals mit Ihnen in Verbindung setzen, um einen Termin für ein Gespräch zu vereinbaren. Bei diesem Gespräch wird unter anderem die Taufe besprochen und der Taufspruch festgelegt. Für die Taufe ist mindestens ein Pate notwendig (höchstens sechs), der Mitglied in der evanglischen Kirche und konfirmiert sein muss. Die Gemeinde ist unter Umständen bei der Suche nach Paten behilflich. Bitte wenden Sie sich in jedem Falle an das Pfarramt, es soll schließlich die Taufe nicht an fehlenden Paten scheitern. Die Paten geben die Zusage, sich in besonderer Weise mit Ihnen um Ihr Kind zu kümmern und es so zu begleiten, dass es selbst zum Glauben an Jesus findet.

Für die Säuglingstaufe benötigen die auswärtigen Paten eine Bescheinigung, dass sie Kirchenmitglied sind und konfirmiert wurden und so das Recht haben, ein Patenamt zu übernehmen. Das zuständige Pfarramt stellt dafür einen Patenschein aus. Für den Täufling legen Sie bitte die Geburtsurkunde vor, damit der Vollzug der Taufe beurkundet werden kann.


Die Konfirmation

Es kann nur jemand konfirmiert werden, der getauft ist. In der Regel bekommen die Eltern Bescheid, wann sie ihr Kind zur Konfirmandenarbeit anmelden können (wenn das Kind 12 Jahre alt wird). Eltern können ein Kind auch von sich aus beim Pfarrer anmelden. Voraussetzung für die Konfirmation ist die Taufe. Ist ein Kind nicht getauft, kann es dennoch am Konfirmadenunterricht teilnehmen. Der Unterricht dient dann als Vorbereitung für die Taufe. Das Kind wird dann auf seinen Wunsch während der Konfirmandenzeit oder bei der Konfirmation getauft.

Mit der Konfirmation erhält man die Berechtigung, selbst ein Patenamt in der evangelischen Kirche zu übernehmen. Die Konfirmation ist auch eine Voraussetzung für die Übernahme des Presbyteramtes oder Pfarramtes (Leitung der Gemeinde). Wer als Jugendlicher nicht konfirmiert wurde, kann als Erwachsener konfirmiert werden. Die Konfirmation findet auch dann nach einer besonderen Vorbereitung statt. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Pfarramt. Siehe auch >Gruppen und Kreise>Jugendliche>Konfirmandenarbeit.


Der Kircheneintritt:

Grundsätzlich gilt, dass Sie ohne Taufe nicht in die Kirche aufgenommen werden können. Wenn Sie nun als Kind nicht getauft wurden, werden Sie durch die Erwachsenentaufe im Rahmen eines Gottesdienstes in unsere Gemeinde aufgenommen. Bevor Sie getauft werden, wird unser Pfarrer mehrere Gespräche mit Ihnen führen. Diese Gespräche dienen der Hinführung und dem Verständnis der Taufe und was es heißt als evangelischer Christ in unserer Zeit zu leben. Mit dem Tage Ihrer Taufe sind Sie dann als Mitglied in unsere Gemeinde aufgenommen. Für weitere Informationen werden Sie sich bitte an das Pfarramt.

Falls Sie schon einmal Mitglied der Kirche waren, müssen Sie nicht noch einmal neu getauft werden. Der Wiedereintritt erfolgt in diesem Falle durch den Pfarrer, der vorher ein Gespräch mit Ihnen vereinbart. Bei solch einem Gespräch wird niemand bedrängt oder genötigt.


Die Trauung

Sie wollen kirchlich heiraten. Damit der Gottesdienst und das ganze Fest gelingt und in guter Erinnerung bleibt, müssen schon im voraus einige Dinge beachtet und geplant werden. Zunächst sollten Sie den Termin der Hochzeit möglichst langfristig abklären. Durch die simultane Nutzung unserer Abteikirche (auch Planung mit unserer katholischen Gemeinde) wäre es sehr schön, bereits etwa 6 Monate vor dem großen Ereignis den Termin mit dem Pfarramt abzustimmen - hier genügt telefonischer Kontakt -. Kurz vor der Hochzeit wird sich unser Pfarrer mit Ihnen zu einem Traugespräch treffen. Dies dient dem gegenseitigen besseren Kennenlernen und der Vorbereitung des Traugottesdienstes.

Die Gestaltung des Gottesdienstes können Sie natürlich unserem Pfarrer überlassen. Schöner ist es jedoch, wenn Sie mit Freunden und Verwandten Ihren Traugottesdienst mitgestalten. Dritte können z.B. eine Lesung übernehmen oder ein Gebet sprechen (unser Pfarrer hilft Ihnen gerne bei der Suche nach passenden Texten). Bei der Auswahl der Lieder sollten Sie überlegen, wie sangeskräftig die Hochzeitsgemeinde sein wird. Davon hängt die Anzahl der Lieder (2-4) und die Auswahl ab. Am besten gesungen werden bekannte Gesangbuchlieder wie "Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren" (317 EKG), "Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen" (321 EKG) oder "Großer Gott, wir loben dich" (331 EKG). Diese Lieder stehen auch im katholischen Gesangbuch und eignen sich daher auch für Hochzeiten, bei denen ein Partner katholisch ist.

Für die sonstige musikalische Gestaltung können Sie gerne Freunde oder Bekannte einplanen. Das Repertoire muss aus dem Bereich der Kirchenmusik gewählt sein. Es gibt aber auch Sänger und Sängerinnen in unserer Gegend, die das nebenberuflich tun. Nach den Gepflogenheiten hier am Ort sorgen die Brautleute für den Blumenschmuck in der Kirche, falls dies gewünscht wird. Finden zwei Hochzeiten an einem Tag statt, ist es sinnvoll, sich auf ein gemeinsames Blumen-Arrangement zu einigen, es sei denn, jemand möchte die Blumen zuhaus aufstellen. Die Gottesdienstgemeinde freut sich jedenfalls, wenn sie sonntags die schönen Blumen sieht. Das Blumenstreuen in der Abteikirche muss leider unterbleiben, da der Sandsteinfußboden durch die Blütenblätter Schaden nimmt. Die Blumenkinder können gerne vor dem Eingang Ihre Blüten streuen. Wir bitten hier um Ihr Verständnis.In dem Gottesdienst wird ein Kollekte erhoben.

Noch ein Wort zu Hochzeiten mit einem katholischen Partner. Eine evangelisch geschlossene Ehe wird von der katholischen Kirche nur unter bestimmten Bedingungen als rechtmäßige Ehe im Sinne des katholischen Kirchenrechts anerkannt. Der katholische Teil sollte rechtzeitig (ca. 6 Wochen vor der geplanten Hochzeit) mit Partner/in zu seinem katholischen Pfarrer gehen und bei ihm die "Dispens von der Formpflicht" beantragen. Das ist ein Antrag auf Anerkennung der evanglisch geschlossenen Ehe durch die katholische Kirche. Zu guter Letzt noch ein Hinweis. Wenn nicht mindestens ein Partner seinen Hauptwohnsitz in unserer Gemeinde hat benötigen wir einen Entlassschein des für Sie zuständigen Pfarramtes (bei einem katholischen Partner ist dieser Schein nicht erforderlich).


Trauerfall

Liegt ein nahestehender Mensch im Sterben oder ist gestorben, dann wenden Sie sich an das Pfarramt. Unser Pfarrer wird dann mit Ihnen Kontakt aufnehmen, um Sie zu besuchen und zu begleiten. Ist ein Mensch gestorben so wird miteinander dann der Termin für die gottesdienstliche Trauerfeier und die Bestattung festgelegt. In der Regel findet die Trauerfeier in der Leichenhalle auf dem Friedhof statt. Der Pfarrer wird den Trauergottesdienst zusammen mit den Angehörigen vorbereiten. In unserer Gemeinde wird nach Bekanntwerden eines Sterbefalles die Totenglocke geläutet.

Trauergottesdienst und Bestattung gibt es in unterschiedlichen Kombinationen. Bei einer Erdbestattung wird im Angesicht des Sarges der Trauergottesdienst gefeiert und danach folgt unmittelbar die Beisetzung. Bei einer Feuerbestattung gibt es die Möglichkeit, die Trauerfeier angesichts des Sarges zu halten und sich am Sarg zu verabschieden. Die Urnenbeisetzung erfolgt dann zu einem späteren Zeitpunkt - gerne auch, sofern die Angehörigen es wünschen - unter Begleitung des Pfarrers. Ebenso ist es bei der Feuerbestattung möglich, die Trauerfeier mit der Urne zu gestalten und die Urne anschließend beizusetzen.

Wenn ein Mensch beerdigt wurde, dann wird dies im nächsten Sonntagsgottesdienst bekannt gegeben und seiner sowie der Angehörigen im Fürbittengebet gedacht. Traditionell findet am Ewigkeitssonntag (Totensonntag), dem Sonntag vor dem 1. Advent ein Gedenkgottesdienst für die im vergangenen Kirchenjahr verstorbenen Menschen statt. In diesem Gottesdienst werden die Namen der verstorbenen Gemeindeglieder verlesen und ihrer im Gebet gedacht.


Seelsorge und Beratung

In allen persönlichen Fragen und Notlagen, aber auch in Krankheitsfällen möchten wir Ihnen eine Begleitung anbieten. Wenden Sie sich bitte telefonische an das Pfarramt, um Kontakt aufzunehmen. Alle seelsorgerischen Gespräche unterliegen dem Beichtgeheimnis, werden also absolut vertraulich behandelt. In dringenden Fällen steht Ihnen auch die Telefonseelsorge zur Verfügung. Sie erreichen diese unter der gebührenfreien Nummer 00800 111 0 111.